
MAS Case Study
Live-Übertragung für Spielanalysten: Der neue „Match Analysis Stream“ von Sportec Solutions hebt die Spielanalyse aus der Ferne auf ein neues Niveau.
Seit dem ersten Spieltag der Saison 2025/26 steht den Spielanalysten der Bundesliga- und 2.-Bundesliga-Vereine ein neuer Service der DFL zur Verfügung: der „Match Analysis Stream“. Die von Sportec Solutions entwickelte Lösung liefert die Signale von fünf für die Spielanalyse relevanten Kameraperspektiven als Stream außerhalb der Stadien, was die Fernanalyse deutlich vereinfacht und ihre Qualität erheblich verbessert.
Die fünf beschriebenen Kameras bieten folgende Perspektiven: die Hauptkamera, auch „Lead-Kamera“ genannt, deren Bild die Grundlage der Fernsehübertragung bildet; die „Programmkamera“ für Perspektivwechsel, Wiederholungen, Zeitlupen usw.; die Scouting-Feed-Kamera, die immer alle zwanzig Feldspieler im Blickfeld hat; und die beiden hoch hinter dem Tor angebrachten Kameras.
Die Übertragung erfolgt über das SRT-Transportprotokoll, das sich durch hohe Störfestigkeit und sehr geringe Latenz auszeichnet. SRT steht für „Secure Reliable Transport“ (Sicherer und zuverlässiger Transport). Das Protokoll ist für die zuverlässige Übertragung von Videosignalen über instabile Verbindungen wie das Internet konzipiert. Die Latenz – die Übertragungszeit von der Kamera zum Display des Endgeräts – hängt von externen Faktoren wie der Internetverbindung des Nutzers ab. In der Praxis liegt sie bei etwa ein bis zwei Sekunden.
Das Videomaterial der fünf Streams steht spätestens 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende zum Export bereit. Nutzern stehen hierfür drei Optionen zur Verfügung: Zusätzlich zum bereits bestehenden Match Analysis Hub wurde eine Export-Website eingerichtet, auf der einzelne Spielabschnitte zum Download ausgewählt werden können. Die dritte Option ist eine API-Schnittstelle zum direkten Import des Videomaterials in die Analysesoftware des jeweiligen Vereins. Zukünftig können Hersteller gängiger Analysesoftwarelösungen auch direkten Zugriff auf die API-Schnittstelle erhalten, sodass Videostreams direkt aus der Software empfangen werden können.
Quelle Foto: DFL